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gedankenfotos, erinnerungsaufnahmen, gedächtnisbilder

berlins kulturelle elite

Ein kleiner Ausschnitt aus der kulturellen Elite Berlins Straßenmusiker oder Tänzer. Aus großen Städten ist sowas bekannt, aus kleineren natürlich auch. Es sind die Statuen, die Talente oder die Verrückten, die mir den Tag in Berlin versüßen.

Die talentierte Jungengruppe bekam für ihren Auftritt sogar zwei Euro von mir in die Gitarrentasche geworfen. Und am Ende ihrer Gesangseinlage gab es von den anliegenden Restaurants am Hackeschen Markt sogar lautstarken Applaus. Wer braucht da noch DSDS oder die Popstars?

An der Strandbar Mitte, der ersten Strandbar Berlins, direkt an der Spree und gegenüber dem Bodemuseum, direkt hinter dem Monbijoupark, begannen plötzlich zwei Personen miteinander zu tanzen. Etwas angestrengt zogen sie damit die Blicke auf sich. Ob sie ein Pärchen sind, kann ich nicht beantworten. Doch wer so offenherzig tanzt, muss damit rechnen, von mir abgelichtet zu werden.

Berlin gilt für mich mit seinem kulturellen Angebot einfach zur Avantgarde Deutschlands. Ob in hochkarätigen Theatern oder auf der Straße!

Die Bilder wurden übrigens mit einem Preset von Preset Heaven (PH) digital nachbearbeitet. Ich hoffe, euch gefällt der Stil. Das war ein weiterer Beitrag über Street Photography und ich verspreche, es folgen weitere. Und zwar von diesem Tag!

nikkor 35mm f/1.8 straßenfotografie

Ich werde in Zukunft meine fotografische Priorität auf Street Photography legen – das soll nicht heißen, dass ich andere Bereiche vollkommen vernachlässige. Nein, ganz und gar nicht. Nur werde ich nun mehr und mehr die D7000 und mein 35mm f/1.8 zu alltäglichen Ausritten mitnehmen. Ich hoffe, ihr könnt euch damit anfreunden. Zugleich habe ich hier versucht den schwarz-weiß Stil durchzuzieheh – abgesehen von dem einen Farbklecks, aber ich konnte nicht wiederstehen!

All das soll dazu führen, dass ich aktiver werde und mich noch mehr mit bildgestalterischen Mitteln befassen kann. Die Zooms verleiten zu sehr dazu, nicht das beste aus der Situation zu holen, sondern das Werkzeug, die Kamera, über Abkürzungen bestmöglich zu verwenden. Darüber hinaus möchte ich mich etwas mehr mit der Wirkung von Schärfentiefe auseinandersetzen. Wer meinen Fotostream bei Flickr oder hier im Blog verfolgt, wird merken, dass ich primär dafür gesorgt habe, dass möglichst viele Teile im Bild scharf sind. Mit der Schärfentiefe zu spielen ist nicht der elende Versuch, einem derzeit anhaltendem Trend zu folgen, sondern vielmehr die Möglichkeiten auszureizen, viel, aber auch wenig mit möglichst kleiner Blendenzahl zu zeigen. Ich spiele sogar mit dem Gedanken, Fotos von mir “unbekannten” Menschen auf der Straße zu machen. Aber dazu später mehr.

Die Bilder hier sind ein erster Vorgeschmack, bleibt einfach auf dem Laufenden. Ob auf dieser Homepage oder bei Flickr! Ich freue mich auf aufmerksame Leser. ;)

rheinsberger schloss

Ich kam zu dem Glück, mir vor kurzer Zeit Rheinsberg anschauen zu dürfen. Eine kleine Ortschaft im nördlichen Ruppiner Land bei Neuruppin. Rheinsberg besticht in erster Linie mit dem ungewohnt aussehendem h nach dem R. Außerdem hat die Stadt eine wirklich tolle Altstadt, die mit dem Schloss Rheinsberg zusätzlich aufgewertet wird.

Unglücklicherweise war das Wetter an diesem Tage sehr wechselhaft und so war es mir vergönnt, davon weitere Bilder zu machen. Alles lief etwas unglücklich. Und die Kutschfahrt im Anschluss ließ auch keine tollen Motive zu. All das macht nichts, denn zwischenzeitlich habe ich es dennoch geschafft, mehr oder weniger ein paar Schnappschüsse vom Schloss zu machen. Es liegt sehr nah am Wasser und wurde frisch restauriert – oder einfach nur gut erhalten. Man weiß es nicht. Ich konnte ein paar Bilder mit meinem Stativ machen und so resultierte am Ende sogar ein HDR. Das letzte Bild war mein pseudo-makro-Versuch bei mieserablen Lichtbedingungen im Schlossgarten die neusten Regentropfen festzuhalten.

Wenn euch diese Bilder oder dieser Eintrag gefällt, dann zeigt es ruhig euren Freunden via Facebook, Twitter oder Google+. Kommentare oder Fragen nehme ich auch gerne an.

zwei mal über marzahn

Diese beiden Bilder sind in der Nacht des Blutmondes entstanden. Leider wurden die Besucher der Ahrensfelder Berge nicht mit einem roten Mond belohnt, sondern vielmehr mit einer Wolkenfront. Erst im Nachhinein bemerke ich die Tönung des Himmels. Es ist also davon auszugehen, dass das Sigma 8-16mm in Kombination mit dem Weißabgleich der Nikon D7000 Rottönungen übermäßig stark betonen! Das zweite Bild ist mit dem Tamron 17-50mm entstanden – bei 50mm. Leider fehlt mir eine Tele-Objektiv, aber die Wirkung ist doch einigermaßen vorhanden. Hoffentlich gefallen euch die Bilder!

filmkritik: eine insel namens udo

Bei der Vorschau sprang mir Kurt Krömer quasi schon ins Gesicht, wie er mit seiner humoristisch trockenen Ader in diesem Film seinen Mann, wenn man es denn Mann nennen kann, spielen wird. Eine Insel namens Udo also, sollte es an diesem Abend sein. Der letzte Kinobesuch ist nun schon etwas länger her.

Der Hauptdarsteller war also Kurt Krömer, der durch seine unglaublich erfolgreiche Show in der ARD und seinen Soloprogrammen auf sich aufmerksam machen konnte. Der Trailer versprach einen unterhaltsamen Abend und so setzte ich mich sogleich auf meinen Platz um den Filmbeginn abzuwarten. Dieser begann merkwürdig und doch subtil komisch, gestalterisch einem Dokumentarfilm ähnlich, wie das Leben von sozial unsichtbaren Mitmenschen als Krankheit aufgezeigt wurde. Diese Menschen wurden von jedermann übersehen, außer, der Unsichtbare tritt gewollt mit anderen in Kontakt. Und so kommt es natürlich zu ungewöhnlichen Autounfällen und anderen Absurditäten im Leben der Menschen, die nicht gesehen werden können. Kurt Krömer, hier Udo, ist einer dieser Menschen.

Er nutzt diesen Nachteil in seinem Leben scheinbar effektiv aus, in dem er als Ladendetektiv unvorstellbare Arbeit leistet und quasi eine Rekordquote aufrecht erhält. Er stibitzt anderen Besuchern im Kaufhaus den Kuchen und den Kaffee und keiner bemerkt etwas davon. Sein Leben spielt sich komplett in diesem einen Kaufhaus ab, wo er auch regelmäßig andere Orte zum schlafen finden, wie zum Beispiel Campingzelte oder ähnliches. Der Wachmann durchsucht zwar nachts mit einer Taschenlampe das Haus, doch egal, wie offensichtlich Udo im Kaufhaus schläft, der Wachmann entdeckt ihn einfach nicht. Bis eines Tages eine Frau, gespielt von Fritzi Haberlandt, bemerkt, wie Udo sein tägliches Kaffe- und Kuchenstibitzritual durchführt. Als die Situation aufgeklärt wird kommt es zu einer „Verabredung“ der beiden und Udos Leben wird sich schlagartig ändern – denn als er sich ihr öffnet, ist er plötzlich nicht mehr unsichtbar und sein Leben scheint sich sowohl zum Positiven als auch zum Negativen zu entwickeln. Gespannt darauf, wie es weitergeht? Dann müsst ihr ihn euch selber ansehen. Allerdings kann ich euch verraten, dass keine allzu überraschenden Wendungen eintreten werden.

Meine Meinung: Wer den Bühnen – Kurt Krömer mag, der wird hier zum Teil enttäuscht, kommt jedoch auch auf seine Kosten. Viele werden ihn vielleicht gar nicht erkennen, wenn er ohne Brille über die Leinwand springt. Viele Besucher werden auch seine freche Art vermissen, die ein ums andere Mal mit kessem Berliner Dialekt aufblitzt, aber untypisch für Köln, in der Stadt, wo der Film spielt, ist. Trotzdem ist es liebenswert, wie sich die beiden Hauptdarsteller verkaufen. Manchmal erwischt man sich jedoch dabei, dass man die beiden nicht zu 100% ernst nehmen kann in ihren Rollen – aber vielleicht sollte man das auch gar nicht bei einer solch skurrilen Handlung. Es fehlt etwas an Tiefgang in dem Film, der jedoch ansatzweise angedeutet wird. Und wer auf ein Feuerwerk an Witzen hofft, wird leider auch enttäuscht. Es bleibt ein trauriges, witziges, tragisches und absurdes Werk, dass sich so richtig keiner Gattung zuordnen möchte, dabei jedoch nicht schlecht agiert.

Wer etwas lehrreiches aus dem Film ziehen möchte, kann sich Gedanken über die soziale Brisanz machen, die von dem Film aufgeworfen wird – auf die jedoch nicht eingegangen wird. Wie steht es wirklich um eine Schicht, die sich sozial nicht fügen kann und eher unsichtbar durch das Leben irrt? Handelt es sich schlicht um eine Ansammlung von Nerds und Menschen, die im Keller vor Computern hängen oder steckt da vielleicht mehr dahinter? Menschen ohne soziale Kontakte haben im Leben Vorteile, aber auch Nachteile. Das zeigt der Film wirklich gut auf. Das mag jeder Mensch auf sich bezogen anders interpretieren. Ich gebe dem Film eine 6.5 von 10 Punkten!

fil

karneval der kulturen 2011: farbenpracht

Willkommen zu Teil 3 meiner Fotoserie über den Karneval der Kulturen aus dem Jahre 2011! Diesmal bin ich etwas besser vorbereitet und kann sogar sagen, um welche Gruppe es sich handelt: Wara e.V. – Folklore aus Bolivien. “Wara” bedeutet wohl nichts anderes als Stern, was wiederum auf den ersten und zweiten Blick gar nicht so viel mit dem zu tun hat, was die Tanzgruppe präsentiert hat. Vielleicht meldet sich auch hier jemand aus der Gruppe und klärt uns auf.

Diese Gruppe hat sog. Tobas dargeboten, was nichts anderes als Kriegstänze sind. Deshalb auch die teilweise verrückten Kostüme. Wie man es von Tänzerinnen und Tänzern erwartet, sind diese natürlich ständig in Bewegung um ihre Darbietung vorzuzeigen; dementsprechend “einfach” war es auch diese einzufangen. Genießt den voraussichtlich vorletzten Teil meiner Serie. So, wie es bisher aussieht, wird der letzte Teil eine Zusammenstellung verschiedener Gruppen sein – sozusagen meine restlichen Bilder. Lass euch auch da überraschen. Das beste Bild jeder Serie wird natürlich in dementsprechend hoher Auflösung auf Flickr präsentiert!