bonn towers

Um mal wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, gibt’s auf diesem Blog erste Impressionen aus Bonn, meiner neuen Heimat (sogar lt. Ausweis wohne ich nun schon in Bonn – das geht alles so wahnsinnig schnell).

Bonn ist wahnsinnig schön, wenn es zum Beispiel um die Altstadt geht. An einerlei Stellen gibt es auch unschöne Ecken, wie zum Beispiel den Hauptbahnhof. Hier wäre eine dringende Sanierung notwendig. Quasi ein Bonn 21 – B21. Eventuell würde auch ein Toilettenduft helfen, um den Gestank, ausgehend von den “etwas heruntergekommenen”, zu übertünchen. Und wenn man nicht gerade in der Altstadt oder am Hauptbahnhof ist, dann könnte man sich zum Beispiel den Tower der Deutschen Post ansehen.

Das habe ich getan, und zur Überraschung aller aus der Altstadt. Der kleine Aussichtspunkt am “Alten Zoll” eignet sich hervorragend, um den Ausblick über den Rhein zu genießen. Und so bot sich mir ein interessanter Ausblick und störrische Witterungsbedingungen. Mein Stativ und meine Kamera hatten ordentlich zu kämpfen, damit der Wind nicht allzu viel anstellen konnte. So richtig scharf ist es im Endeffekt nicht geworden, aber trotzdem gefällt mir die Komposition und die Gestaltung in schwarz und weiß. Bald gibt es ein paar mehr Eindrücke!

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märchenbrunnen

Babyshooting Teil 2 ist nun endlich fertiggestellt. Dieses Mal wurde als Location der Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain ausgewählt. Und das bei Abenddämmerung! So mache ich immer mehr Erfahrungen bei verschiedensten Situationen – da macht das Fotografieren wirklich Spaß! Hier sollte auch gleich meine neue Porträtlinse zum Einsatz kommen. Das 85mm machte mir dabei wirklich manchmal zu schaffen. Mal saß der Fokus nicht, mal hat das Gegenlicht das Bild unbrauchbar gemacht. Glücklicherweise geht heute noch so einiges in der Nachbearbeitung, sodass ich enorm viel mit dem Schwarzregler spielen musste, um so manches Bild zu retten. Eine kleine Auswahl der Ergebnisse ist auf meiner Homepage hinterlegt. Mittlerweile umfasst die Galerie 35 Bilder, die ersten 20 Bilder gehören zum Shooting aus dem Volkspark. Viel Freude!

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blitzlicht

Blitze sind böse, besonders dann, wenn sie einschlagen und Schaden anrichten. Deshalb habe ich in der Fotografie vorsorglich die Finger davon gelassen. Bis gestern Abend. Da konnte ich zum Erfahrungsaustausch mit Rico, ebenfalls aus Berlin, eine kleine Fototour machen. Dieser ist mir bisher durch seine Modelfotografie unter Einsatz diverser Blitze aufgefallen. Und da es sich hierbei um komplettes Neuland für mich handelt, war das Treffen außerordentlich Produktiv.

Nebst Friedrichstraße und Regierungsviertel haben wir am Ende des Abend noch ein wenig experimentiert – eines dieser Ergebnisse ist das oben zu sehende “behind the scenes” Foto, also hinter den Kulissen. Der Blitz bestrahlt ihn seitlich, im Vordergrund seine Canon 5D Mark II und der Hintergrund lässt den Reichstag erahnen. Eine Abwechslung für Zwischendurch kommt mir in der Fotografie sehr entgegen. Und man lernt ja nie. Aus. ;)

Weitere Ergebnisse vom Abend folgen – u.a. auf der bekannten Flickr-Seite, auf tafelzwerk-fotografie.de sowie auf meine Facebook-Fanseite!

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black card technique

Heute möchte ich mich der Black Card Technique widmen. Als ich gestern ein Foto des Berliner Doms auf Flickr online stellte und diese Technik erwähnte, bekam ich blanke Neugier entgegen geworfen. Das ist toll, und das macht Spaß. Und Experimente gehören einfach zur Fotografie wie eine gute Linse auf meine Kamera. Also werde ich hier auf diese scheinbar doch so mysteriöse Technik eingehen; das Bild verrät ja schon mal grob, worum es geht.

Lasst mich also bei den Grundlagen anfangen: Die Black Card Technique sollte dann zum Einsatz kommen, wenn der Dynamikumfang eines Motivs nicht von der Kamera eingefangen werden kann; sprich: wenn Himmel oder Erde so beleuchtet werden müssen, dass das Pendant entweder unterbelichtet oder überbelichtet wäre (z.B. wenn bei korrekter Belichtung der Erde der Himmel ausgefressen ist, keine Konturen mehr aufweist). Zudem kann die Technik dann aushelfen, wenn der Grauverlaufsfilter nicht will oder einfach fehlt. Das ist auch schon das Wichtigste.

Was ist also das Ziel? Ganz einfach: Die mit dem Auge erlebte Situation so optimal und realitätsnah abbilden, wie nur möglich. Demnach sollen Kameraschwächen verringert werden, die zwangsläufig vorhanden sind. Das Ziel ist also alle Bildpartien gleichmäßig auszuleuchten.

Was benötige ich dazu? Wie der Name schon sagt, ist eine schwarze Karte essentiell. Diese sollte matt und unbedruckt sein, ansonsten gibt es eventuell unschöne Erscheinungen auf dem Bild. Ideal wäre diese Karte in Postkartengröße – aber das hängt vom Objektiv hat. Mitbringen sollte jeder außerdem eine Menge Zeit und das Vermögen, scheitern zu können. Denn das wird definitiv am Anfang passieren. Ein Stativ ist ebenfalls notwendig.

Wie funktioniert die Technik denn nun? Die Kamera muss anfangs ausgerichtet und der Fokuspunkt gesetzt werden. Spotmessung ist bei der Kamera zu wählen. Danach geht es, am besten ihr nehmt Modus “M”, an die Belichtungsmessung. Achtet darauf, dass die Kamera dabei nicht neu fokussiert. Notiert euch, wie lange die Kamera euer Hauptmotiv belichten würde. Schreibt die Zeit am besten auf. Anschließend macht dasselbe mit dem Himmel, also der Partie im Bild, die viel zu hell ist. Nun, da euer Hauptmotiv dunkler ist und es daher länger dauert, bis es belichtet ist (im Vergleich zum Himmel bspw.), habt ihr auch dort die längeren Verschlusszeiten. Wähl im Modus “M” also die die Verschlusszeit so, dass der dunklere Bildbereich optimal belichtet ist. Ihr dürft nun die schwarze Karte nehmen und vor euer Objektiv halten. Schaut durch den Sucher und richtet die Karte so aus, dass bspw. der Himmel von der Karte bedeckt ist. Nun ist es wichtig, dass ihr euch gemerkt habt, wie lange der Himmel belichtet werden muss. Betätigt ihr nun den Auslöser (sicherheitshalber mit Fernauslöser und Spiegelvorauslösung), wartet ihr eine Weile ab, bis nur noch die Zeit übrig ist, die zur Belichtung des Himmels nötig ist. Dann nehmt ihr die Karte weg und die Kamera kann die Himmelspartie belichten.

Ein Beispiel: Laut Belichtungsmessung muss ein Bauwerk 10 Sekunden belichtet werden. Im Gegenzug muss der Himmel nur 2 Sekunden belichtet werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Nun stellt ihr die Kamera auf 10 Sekunden ein. Normalerweise würde so das Bauwerk gut zur Geltung kommen, der Himmel wäre dafür ausgefressen, weil er mit 10 Sekunden überbelichtet ist. Nun positioniert ihr eure Karte, löst die Kamera aus und wartet 8 Sekunden. Nach den 8 Sekunden nehmt ihr die Karte weg (geht mit einer Stoppuhr gut) und die Kamera hat 2 Sekunden, um den Himmel zu belichten.

Jetzt wisst ihr auch, was bei meinem Beispiel schief gelaufen ist. Zum einen ist eine CD-Hülle kein Ersatz für eine schwarze Karte; das sieht man an der sichtbaren Beschriftung. Und zum anderen eignet sich diese Technik nicht überall. Idealerweise sollte der Horizont gerade sein. Der Grauverlaufsfilter hätte bei mir einen besseren Job gemacht. Jedoch habe ich keinen – und was ist das Leben ohne Experimente?

Hier noch ein Beispiel, wie man es besser machen kann: Berlin After the Rain von Dietrich Bojko.

Ich hoffe, ich kann eure Ergebnisse bald bestaunen. Ich werde auch am Ball bleiben!

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oschersleben zweitausendelf

Auch dieses Jahr sollte unser jährlicher Ausflug an die Rennstrecke in Oschersleben stattfinden – jedoch deutlich zeitiger als sonst. Normalerweise fand das WTCC-Event erst im September statt, diesmal einen Tag nach meinem Geburtstag am 31.07, was quasi eine Sonnenscheingarantie ist. Nur leider blieb diese weg und so mussten wir mit einem verregnet nüchternem Tag vorlieb nehmen.

Als besonderes Geburtstagsgeschenk habe ich mir von Calumet das Nikkor 200-400mm VRII ausgeliehen; ein Geschoss, welches gewiss nie den Weg in meinen Besitz finden wird, da es mit 7000 Euro zu teuer und mit 3,5 Kg zu schwer ist. Ich bin einfach nicht der typische Stativ-Hobbyfotograf. Freihändig ist Motorsport eine echte Herausforderung, zumal Dynamik mit relativ kurzen Belichtungszeiten erreicht werden soll. Und das ist bei 400mm schwer, wenn die Kamera in der vertikalen unruhig gehalten wird. Genau da kommt eben das Stativ ins Spiel – welches ich sogar dabei hatte, welches jedoch selten zum Einsatz kam.

Beinhart durfte ich zudem spüren, dass der Sprung von 200mm auf 400mm auch subjektiv nicht wirklich signifikant ist. Für mich zumeist zu wenig; also versuchte ich mein Glück bei dem Regenwetter. Um eine Erfahrung bin ich reicher geworden, das steht fest. Die Ergebnisse sind für mich nicht wirklich zufriedenstellend und konnten nur durch mein Post Processing aufgewertet werden. Wobei die Abbildungsleistung des Objektivs wirklich toll ist – jedoch bei den mangelhaften Bedingungen und bei schlechtem Licht bringt das alles nichts. Seht euch die Ergebnisse in meiner Galerie an!

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schildkröte auf baby

Ich bekam die tolle Gelegenheit mein erstes Babyshooting zu machen und möchte ich ein wenig von meiner Arbeit zeigen – hier zumindest ein Vorgeschmack. Ein paar Bilder werden sicherlich noch folgen.

Dieses ist mit dem Nikkor 200-400mm VRII entstanden, wahrlich ein Geschoss. Und das alles unter schwierigen Lichtbedingungen ohne professionelle Studiobeleuchtung, deshalb musste die Nikon D7000 auch bis ISO6400 hochdrehen. Der letzte Schärfeeindruck und die vollendete Dynamik ist somit nicht im Bild vorhanden.

Aber technische Perfektion wird sowieso überbewertet. Das einzige, was mich am Bild stört, ist die Gestaltung. Dies geht wohl zulasten meiner Unerfahrenheit in der Porträt- und Babyfotografie: Hätte ich doch nur im unteren Bereich mehr Platz gelassen und dafür weniger Raum im oberen Bildbereich verwendet.

Hier der Link zum Bild auf 500px: http://500px.com/photo/1374402

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