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		<title>Schland está fuera!</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 22:27:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tafelzwerk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aus, es ist aus! Deutschland steht nicht im Finale. Dabei lernen sogar schon Kinder in Spanien, dass Deutschland bei Turnieren immer ins Finale kommt. Stattdessen müssen nun Spaniens Geschichtsbücher neu geschrieben werden und die deutschen Straßen werden nicht weiter von Autokorsos überflutet. Was war das doch für eine tolle Aussicht! Und dann das – der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus, es ist aus! Deutschland steht nicht im Finale. Dabei lernen sogar schon Kinder in Spanien, dass Deutschland bei Turnieren immer ins Finale kommt. Stattdessen müssen nun Spaniens Geschichtsbücher neu geschrieben werden und die deutschen Straßen werden nicht weiter von Autokorsos überflutet.</p>
<p><span id="more-1672"></span></p>
<p>Was war das doch für eine tolle Aussicht! Und dann das – der Anpfiff und der Anschiss. Lange genug strotzte Deutschlands Medienkultur mit Siegeshymnen und malte sich den Himmel bunt mit Weltmeisterschaftsambitionen aus – scheinbar ungelenkt jeglicher Realität und getragen vom Jubel der Massen an den Fanmeilen, die ja zugegeben recht imposant sind, selbst wenn sich viele dem Hitzetod von Angesicht zu Angesicht gestellt haben.</p>
<p>Und wenn sich eine ganze Nation auf das Händchen – nein, auf die Tentakel eines Oktopus verlässt, muss schon Aberglaube im Spiel sein. Vermutlich zu viel, ansonsten hätte wir uns nicht von den Vorhersagen leiten lassen. Aber schauen wir uns doch die Weltmeisterschaft der Deutschen Nationalmannschaft genauer an.</p>
<p>Fangen wir doch an Ort und Stelle in der Vergangenheit an. Pressemeldung über Pressemeldung – Krankheitsfall über Krankheitsfall. Nein, sogar Kapitano Ballack sollte aufgrund eines Ausrutschers Boatengs fehlen. Ein vermutlich perfider Plan, um den Deutschen den Weg zum Pokal zu versperren. Und schließlich können wir jetzt sagen, dass wir heute nur nicht gegen Spanien gewonnen haben, weil Ballack gefehlt hat. Nein, er war ja nicht mal beim Spiel anwesend. Noch viel Schlimmer: Die Bundeskanzlerin war auch nicht anwesend. Kein Wunder. Nein &#8211; was haben wir alle gelitten.</p>
<p>Nun aber ein Blick auf das erste Spiel der Weltmeisterschaft gegen Australien – ja herrlich, ein Traum in Schwarz, Rot, Gold gleitet über den Platz und fegt die Australier mit 4:0 vom Platz. Wunderherrlich, könnte man fast meinen. Fußballdeutschland plötzlich weit weg von Aussagen über die fehlenden Spieler – sogar weit weg von Gesprächen über die fehlende Klasse. Nur wenige blieben Realistisch und sahen den aus dem ersten Spiel gewonnenen übermut der Nationalmannschaft eher als Hindernis statt als Fördernis an. Und so kam die Klatsche gegen Serbien, die wir so dringend benötigt haben. Da war’s vorbei mit Zauberfußball allererste Güte – nein, das alte behäbige Spiel der Deutschen fand statt – es wurde gespottet. Und die Frage musste gestellt werden, ob so eine Mannschaft überhaupt die Gruppenphase übersteht und ins Achtelfinale kommt.</p>
<p>Doch Kritiker sollten eines besseren belehrt werden. Natürlich kommt so eine Mannschaft weiter! Hat man eindrucksvoll im Spiel gegen Ghana gesehen, wo wir trotz schlechtem Spiels knapp gewonnen haben. Aber der Ausredenzettel war lang und der Druck so unermesslich hoch. Egal, es war vollbracht. Nur das schlechte Spiel der Deutschen wurde nicht so ganz realisiert.</p>
<p>Aber wer weiß, nun im Achtelfinale kann sich alles ändern! Und das tat es auch, Mensch, ein 4:1 gegen England. Bombastisch – damit ist Deutschland die einzige Mannschaft, die aus einem 2:2 noch ein 4:1 drehen kann. Selbstverständlich kann man auch hier die Spielkultur der Mannschaft loben. Aber wenn man sich dabei erwischen lässt, outet man sich als kleingeistiger Hobbyfußballer mit dem schnörkellosen Auge zum Schönreden. Natürlich war das Spiel glücklich gewonnen. Eines dieser Spiele, in dem das Ergebnis vor der Aussagekräftigkeit davon laufen sollte. Das dritte und vierte Tor der Deutschen ist doch nur gefallen, weil die Engländer verzweifelt versuchen mussten, alles in die Offensive zu werfen. Das taten sie und so wie mein Auge das Spiel beobachtete, auch gar nicht so schlecht. Die Deutschen standen in der Abwehr nicht schlecht doch „hätte, wenn und aber“ – das Spiel wäre definitiv anders ausgegangen, wenn das Wembley-Tor gezählt hätte. Ob nun 4:1 oder 2:1 ist völlig egal – aber aus dem Spiel nehmen wir die alte Fußballweisheit mit, dass es konsequent logisch ist, alles in den Angriff zu werfen (somit auch die Abwehr für Konter anfällig zu machen), um ein entscheidendes Spiel noch zu drehen. Selbiges sahen wir übrigens auch heute beim Spiel gegen Spanien von den Deutschen. Fakt ist aber: Gewonnen haben wir zwar, aber so fantastisch haben wir nun auch nicht gespielt.</p>
<p>Okay, so gingen wir aber trotzdem mit breiter Brust in das Viertelfinale. Mit einem schnellen Tor gegen Argentinien hätte sicher niemand gerechnet – das muss auch ich der Deutschen Mannschaft lassen, war brillant. Das Spiel entwickelte sich jedoch wie das gegen England. Die Argentinier wurden gut eingebremst, hatten jedoch auch ihre Chancen. Sie waren gezwungen immer offensiver zu spielen und das nutze Deutschland in der Endphase mit drei Toren gnadenlos aus. Zwar verdient gewonnen – aber 4:0 entspricht definitiv nicht der Leistungsdifferenz der Mannschaften.</p>
<p>Und so gingen die Deutschen ins Halbfinale gegen Spanien. Wirklich – alles lief gegen die Deutsche Mannschaft. Wirklich alles. Spanien verkaufte sich echt gut. Vielleicht nicht auf dem Platz in den Spielen davor, aber im Vorfeld des Halbfinales. Sie halfen sogar den Medien Deutschland auf ein unerklimmbares Podest zu heben und so als unbesiegbar zu deklarieren. Im Grunde war jedem Fanmeilenbesucher nur eines klar: Die Deutschen würden die Spanier von Platz fegen. Die DFB-Auswahl spielt so überragenden Fußball in dieser WM (wie wir eben erfahren haben), da kann eigentlich gar nichts schief gehen. Unsinn – alles andere als ein glattes 6:0 wäre quasi eine Enttäuschung. Und in den Medien wurde der geneigte Leser das Gefühl nicht los, dass selbst die Spieler Hochmut nur vor dem Fall kennen. Denn wieso wurde sonst die Kapitänsfrage genau vor dem Halbfinale von Lahm aufgeworfen? Eigentlich perfekt, um dann die Schwachstellen der Mannschaft im Spiel aufzuzeigen.</p>
<p><strong>Spanien – Deutschland</strong></p>
<p>Was war das nur für ein Spiel? Ein 4:0 oder ein 4:1 waren ohne Aussagekraft – und dieses 0:1 auch. Eine WM ohne Aussagekraft. Dieses 0:1 hätte wesentlich schlimmer ausgehen können und wäre höher auch verdient für Spanien ausgegangen. Doch was war los? Wo war özil in dem Spiel? Ich habe ihn kaum gefunden – vermutlich schwebte dieser im siebten Himmel vor Hochmut und war somit außerhalb des Kamerafeldes. Ein total tolles Spiel von ihm – wie so viele. Ich habe nie verstanden, wieso 2 Glanzminuten pro Spiel einen Spieler unsterblich machen können. özil knöpfte größtenteils an die Leistung der vergangenen Saison an und hatte „hier und da“ mal einen Glanzmoment. Für viele Reporter Grund genug ein Fass aufzumachen. Und können so viele Trainier irren? Was war das für ein Podolski und wieso in aller Welt spielt ein technisch so unterversierter Mann in der Nationalmannschaft? Kaum Glanzpunkte in der WM, ein verschossener Elfmeter. Nur Tore, die selbst ich gemacht hätte – noch dazu riesige Defizite im Dribbling und der Ballannahme. Der Rest der Mannschaft spielte nahezu wie erwartet. Doch der Gegner Spanien war einfach eine Hausnummer höher und ließ sich nicht in dieselbe Lage bringen, wie es England oder Argentinien zuließen. Glückwunsch Spanien.</p>
<p>Ich bin froh, wenn die ganze übertriebene Euphorie endlich ein Ende nimmt. Es ist sicher nichts gegen die Unterstützung der Nationalmannschaft einzuwenden – doch wenn selbst Menschen auf der Fanmeile jubeln, die so rein gar nichts von Fußball verstehen, ist die Welt für mich eine Scheibe und nicht mehr rund. Wenn die Deutschen auch nur anteilig bei Themen rund um Bildung, Politik oder sozialen Themen halbwegs dasselbe Interesse zeigen würden, könnten Probleme angepackt werden. So war die WM wieder nur ein Vergessenmachen über die wirkliche Situation des Landes – ein vorgaukeln gekünstelter Freundlichkeit zum Sinne der Massenbewegung rund um das falsche Ziel. Wie schade, eventuell ändert sich das irgendwann einmal.</p>
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		<title>Stasi in der Linken &#8211; die Mauer steht noch.</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 21:44:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tafelzwerk</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In letzter Zeit gab es ziemlich viel Wirbel um die Rot-Rote Regierung im Land Brandenburg. Und warum? Wegen der Linken. Einige Parteimitglieder haben wohl eine ungekl&#228;rte Stasivergangenheit und das f&#228;llt ihnen jetzt zur Last. Der Linken wird vorgeworfen, nicht offen mit der Vergangenheit dieser Leute umzugehen und die &#246;ffentlichkeit nicht ausreichend zu informieren. Doch steht [...]]]></description>
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<div class="wp-caption alignleft" style="width: 110px"><a href="http://ais.badische-zeitung.de/piece/01/4b/ff/7c/21757820.jpg"><img title="SPD und die Linke in Brandenburg" src="http://ais.badische-zeitung.de/piece/01/4b/ff/7c/21757820.jpg" alt="SPD + Linke in BB" width="100" height="85" /></a><p class="wp-caption-text">SPD und die Linke in Brandenburg</p></div>
<p>In letzter Zeit gab es ziemlich viel Wirbel um die Rot-Rote Regierung im Land Brandenburg. Und warum? Wegen der Linken. Einige Parteimitglieder haben wohl eine ungekl&auml;rte Stasivergangenheit und das f&auml;llt ihnen jetzt zur Last. Der Linken wird vorgeworfen, nicht offen mit der Vergangenheit dieser Leute umzugehen und die &ouml;ffentlichkeit nicht ausreichend zu informieren. Doch steht hier ein ganz anderes Problem an vorderster Front: Noch immer haben die Menschen Angst vor der Linken, und noch immer f&uuml;rchten sich Menschen vor ehemaligen Stasispitzeln bzw. IMs.</p>
<p><span id="more-1070"></span></p>
<p>Vor wenigen Tagen wurde in Berlin der Mauerfall gefeiert. Das Volk w&auml;chst wieder zusammen. Was zusammen geh&ouml;rt, w&auml;chst auch wieder zusammen. Ein gutes Motto. Und ich bin auch froh, nicht in der DDR aufgewachsen zu sein. Obwohl nicht alles in der DDR schlecht war. Ich zum Beispiel kann gar nicht &uuml;ber das Leben der DDR urteilen, &uuml;ber Gef&uuml;hle der Menschen, &uuml;ber Erlebnisse und Geschehenes. Was ich aus Geschichtsb&uuml;chern gelernt habe, bef&auml;higt mich nicht, dar&uuml;ber zu urteilen. Was mir Erfahrungen &uuml;bermittelt haben, lehrte mich, dass es gute und schlechte Seiten gab. Und die Stasi z&auml;hlte gewiss nicht zu den angenehmen Seiten der DDR. Dar&uuml;ber m&uuml;ssen wir sicherlich nicht diskutieren.</p>
<p>Das sehen andere Menschen auch nicht anders &#8211; ansonsten g&auml;be es keinen Eklat. Die Frage ist doch: Wieso w&auml;hlen relativ viele Menschen in Brandenburg die Linke, um dann zu merken, dass die Linke doch eigentlich keine gute Wahl war? Weil man davor anscheinend nicht wusste, was die Parteimitglieder f&uuml;r eine Vergangenheit haben. Anscheinend deshalb, weil die Linke die Vergangenheit ihrer Mitglieder nicht richtig offengelegt hat. Doch nun, wo sie offengelegt wird, spielt die Stasi in den K&ouml;pfen der Menschen wieder eine gro&szlig;e Rolle. Und das nach 20 Jahren und der Wiedervereinigung Deutschlands. Also besteht doch noch eine Mauer.</p>
<p>Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Und wir haben Angst. Angst vor der Vergangenheit; doch ist diese Angst angebracht? Sollte man diesen Menschen nicht eine faire Chance geben, ihr K&ouml;nnen unter Beweis zu stellen? Ich w&uuml;rde lieber eine f&auml;hige Regierung aus Ex-Stasimitarbeitern haben als eine unf&auml;hige Regierung liberaler Helden. Und das spiegelt in keinem Fall meine Sympathien f&uuml;r irgendeine Partei wieder. Das ist Fakt. Also warum geben wir Rot-Rot in Brandenburg nicht einfach eine Chance? Ach so. Wegen dem Vertrauen, dass wir in eine ehrliche Partei haben sollten. Das Vertrauen, das die Menschen nicht aufbauen k&ouml;nnen, weil die Linke die Vergangenheit vieler Parteimitglieder nicht ehrlich offengelegt hat. Aber mal ehrlich: H&auml;tte die Linke diesen Fakt im Voraus zugegeben, w&uuml;rden die W&auml;hler ihr Kreuz bei einer anderen Partei setzen. Und das ist nicht objektiv. Ich habe sowas fr&uuml;her immer Notl&uuml;ge genannt. Es war nicht ehrlich, aber Mittel zum Zweck. Und die L&uuml;ge war ja eigentlich gar nicht so schlimm.</p>
<p>Ich verstehe den Aufstand gegen Rot-Rot in Brandenburg nicht; lasst die Parteien ihre Arbeit erledigen. Wenn sie ihren Job schlecht machen, w&auml;hlen wir sie wieder ab. Meutern wir jetzt schon, werden wir nie wissen, ob die Ideen der Linken nicht vielleicht zu unserem Wohle gewesen w&auml;ren. Seid objektiver und lasst Vergangenes in der Vergangenheit. Jeder hat seine zweite Chance verdient. Heutzutage haben wir die M&ouml;glichkeit, etwas zu &auml;ndern. Die Zeiten der DDR sind vorbei, die SED ist nicht mehr existent. Das sollte in die K&ouml;pfe der Menschen. Und kein Vorurteilsgebaren, was der Einigkeit des Landes schadet! Oder was denkt ihr?</p></div>
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