das shellhaus und das neue jahr

Noch ist das neue Jahr jung. Jung genug, noch immer ein gesundes und frohes neues Jahr zu wünschen! Dies sei hiermit geschehen. Das Jahr 2014 war für mich ein wirklich hervorragendes Jahr. Wenn ich zurückblicke, hatte ich nie wirklich ein schlechtes Jahr. Aber das letzte zählt aus bestimmten Gründen eben zu den besseren Jahren. Grund genug, in 2015 den Blick weiterhin nach vorne zu richten und fokussiert den eigenen Zielen auf Augenhöhe zu begegnen. Facebook, Twitter und co. habe ich vorerst aus meinem Leben verbannt. Die Erde dreht sich weiter und es fühlt sich gut an. Das eigene Leben soll wieder mehr im Mittelpunkt stehen.

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wo soll ich nur anfangen?

In den letzten beiden Monaten war ja hier mal wieder wenig los. Eigentlich so, wie man es immer von diesem Blog kennt. Doch diesmal nicht ganz ohne Grund! Bin ich doch in Berlin sowie in Bonn die letzten Wochen jeweils den Halbmarathon mitgelaufen, der doch etliches an Vorbereitungszeit gefressen hat. Ein wenig Blut hab ich schon geleckt. Nächstes Jahr möchte ich wieder teilnehmen. Dann auf Zeit. Dann unter zwei Stunden! Hoffentlich.

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wo soll ich nur anfangen?

hoch hinaus

In den letzten Wochen stand die dritte Aufgabe vom Tamron Extreme Test an. Aufgabe war es, den Inhalt meiner Fototasche VOR dem Kauf des Tamrons darzustellen, und schlussendlich NACH dem Kauf des Tamrons. Quintessenz dieser Aufgabe ist es also, zu zeigen, wie wenig Platz das Tamron 18-270mm gegenüber meiner vorherigen Ausrüstung benötigt. Und wie schön leicht es ist, denn wir sollten auch fleißig wiegen.

Hier meine Idee zur Vorher-Darstellung:
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ein langer weg

Kurz vor Toresschluss habe ich nun endlich die zweite Testaufgabe von Tamron erledigen können. Leider habe ich während des Karnevals der Kulturen kein Bild mit dem Super-Zoom gemacht, weshalb ich schlussendlich mangels Zeit etwas improvisieren musste. Gar nicht so einfach, bei einer kurzen kreativen Blockade etwas sinnvolles entstehen zu lassen. Ich hatte aber durchaus verschiedene Ideen, wie ich die Aufgabe, ein aussagekräftiges Porträt zu schießen, umsetzen hätte können. Unter anderem wollte ich ein Porträt unter der Dusche, eine Art Wasserspiel, machen – wir haben uns an Handstandporträts gewagt (eine ganz wahnsinnig bescheuerte Erfahrung, weil total anstrengend …), dann dachte ich an eine Mehrfachbelichtung – sozusagen ein und dieselbe Person doppelt auf dem Bild – und am Ende ist es wohl die künstlerisch einfachste Variante geworden:

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black card technique

Heute möchte ich mich der Black Card Technique widmen. Als ich gestern ein Foto des Berliner Doms auf Flickr online stellte und diese Technik erwähnte, bekam ich blanke Neugier entgegen geworfen. Das ist toll, und das macht Spaß. Und Experimente gehören einfach zur Fotografie wie eine gute Linse auf meine Kamera. Also werde ich hier auf diese scheinbar doch so mysteriöse Technik eingehen; das Bild verrät ja schon mal grob, worum es geht.

Lasst mich also bei den Grundlagen anfangen: Die Black Card Technique sollte dann zum Einsatz kommen, wenn der Dynamikumfang eines Motivs nicht von der Kamera eingefangen werden kann; sprich: wenn Himmel oder Erde so beleuchtet werden müssen, dass das Pendant entweder unterbelichtet oder überbelichtet wäre (z.B. wenn bei korrekter Belichtung der Erde der Himmel ausgefressen ist, keine Konturen mehr aufweist). Zudem kann die Technik dann aushelfen, wenn der Grauverlaufsfilter nicht will oder einfach fehlt. Das ist auch schon das Wichtigste.

Was ist also das Ziel? Ganz einfach: Die mit dem Auge erlebte Situation so optimal und realitätsnah abbilden, wie nur möglich. Demnach sollen Kameraschwächen verringert werden, die zwangsläufig vorhanden sind. Das Ziel ist also alle Bildpartien gleichmäßig auszuleuchten.

Was benötige ich dazu? Wie der Name schon sagt, ist eine schwarze Karte essentiell. Diese sollte matt und unbedruckt sein, ansonsten gibt es eventuell unschöne Erscheinungen auf dem Bild. Ideal wäre diese Karte in Postkartengröße – aber das hängt vom Objektiv hat. Mitbringen sollte jeder außerdem eine Menge Zeit und das Vermögen, scheitern zu können. Denn das wird definitiv am Anfang passieren. Ein Stativ ist ebenfalls notwendig.

Wie funktioniert die Technik denn nun? Die Kamera muss anfangs ausgerichtet und der Fokuspunkt gesetzt werden. Spotmessung ist bei der Kamera zu wählen. Danach geht es, am besten ihr nehmt Modus “M”, an die Belichtungsmessung. Achtet darauf, dass die Kamera dabei nicht neu fokussiert. Notiert euch, wie lange die Kamera euer Hauptmotiv belichten würde. Schreibt die Zeit am besten auf. Anschließend macht dasselbe mit dem Himmel, also der Partie im Bild, die viel zu hell ist. Nun, da euer Hauptmotiv dunkler ist und es daher länger dauert, bis es belichtet ist (im Vergleich zum Himmel bspw.), habt ihr auch dort die längeren Verschlusszeiten. Wähl im Modus “M” also die die Verschlusszeit so, dass der dunklere Bildbereich optimal belichtet ist. Ihr dürft nun die schwarze Karte nehmen und vor euer Objektiv halten. Schaut durch den Sucher und richtet die Karte so aus, dass bspw. der Himmel von der Karte bedeckt ist. Nun ist es wichtig, dass ihr euch gemerkt habt, wie lange der Himmel belichtet werden muss. Betätigt ihr nun den Auslöser (sicherheitshalber mit Fernauslöser und Spiegelvorauslösung), wartet ihr eine Weile ab, bis nur noch die Zeit übrig ist, die zur Belichtung des Himmels nötig ist. Dann nehmt ihr die Karte weg und die Kamera kann die Himmelspartie belichten.

Ein Beispiel: Laut Belichtungsmessung muss ein Bauwerk 10 Sekunden belichtet werden. Im Gegenzug muss der Himmel nur 2 Sekunden belichtet werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Nun stellt ihr die Kamera auf 10 Sekunden ein. Normalerweise würde so das Bauwerk gut zur Geltung kommen, der Himmel wäre dafür ausgefressen, weil er mit 10 Sekunden überbelichtet ist. Nun positioniert ihr eure Karte, löst die Kamera aus und wartet 8 Sekunden. Nach den 8 Sekunden nehmt ihr die Karte weg (geht mit einer Stoppuhr gut) und die Kamera hat 2 Sekunden, um den Himmel zu belichten.

Jetzt wisst ihr auch, was bei meinem Beispiel schief gelaufen ist. Zum einen ist eine CD-Hülle kein Ersatz für eine schwarze Karte; das sieht man an der sichtbaren Beschriftung. Und zum anderen eignet sich diese Technik nicht überall. Idealerweise sollte der Horizont gerade sein. Der Grauverlaufsfilter hätte bei mir einen besseren Job gemacht. Jedoch habe ich keinen – und was ist das Leben ohne Experimente?

Hier noch ein Beispiel, wie man es besser machen kann: Berlin After the Rain von Dietrich Bojko.

Ich hoffe, ich kann eure Ergebnisse bald bestaunen. Ich werde auch am Ball bleiben!

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