langzeitbelichtung am rhein

post tower in bonn am rhein

Endlich! Sonne! Wer hätte damit gerechnet? Sah es doch zuletzt wirklich mies aus, was das Wetter betrifft. Aber ich möchte nicht abschweifen. Wetter als Smalltalk-Thema ist doch eher motivationslos und daher möchte ich mich nicht lange daran aufhalten. Doch zugegeben: Dass das Wetter zum Karneval gerade im Rheinland so umschlägt, und zwar zum Positiven, war nicht nur die Freude vieler Karnevalisten, sondern auch meine. Zum einen hat es uns dieses Jahr sogar etwas gejeckt, und zum anderen, um den langen Bogen auszuschmücken, konnte ich endlich mal wieder bei Sonnenschein fotografieren gehen! Toll!

post tower in bonn am rhein

Herhalten musste wieder einmal der Post Tower. Doch diesmal bin ich nicht wie in meiner Post Tower Studie auf die Architektur eingegangen, sondern habe aus der Ferne eher landschaftliche Aspekte unter die Lupe genommen. Da ich nicht unbedingt der Fan von Tele-Objektiven bin, musste ich mir also etwas für den Vordergrund überlegen. Denn Vordergrund macht Bild gesund. Oder so ähnlich. Und was wäre im Rheinland prädestinierter als der Rhein? So konnte ich mich bei meinen Aufnahmen auf drei Elemente konzentrieren: auf den Sonnenuntergang, auf den Post Tower und natürlich auf den Rhein.

post tower in bonn am rhein

Okay, die Motive sind etwas monoton, das muss ich mir schon eingestehen. Sekundär galt diese Testfahrt aber auch meinem Equipment. Um genau zu sein, habe ich mir erst kürzlich ND-Filter bestellt. Zum einen, weil ich verschiedene Stärken haben wollte und zum anderen wollte ich sehen, ob man den resultierenden Bildern eigentlich ansieht, wie teuer der benutze ND-Filter war. Ganz egal, ob teuer oder preiswert, ich habe für mich die Erkenntnis gewonnen, keinen Unterschied zu sehen. Aber urteilt selbst. Natürlich verrate ich nicht, bei welchem Bild welcher ND-Filter verwendet wurde.

post tower in bonn am rhein

Damit der Erkenntnisse nicht genug! Weiterhin wurde mir klar: Mist, ich bräuchte eventuell einen Grauverlaufsfilter! Doch dann wurde mir zuhause am PC klar: Okay, nicht unbedingt. Die D800 hat so viel Potenzial in den Lichtern, da genügt es, schlichtweg bei der Nachbearbeitung einen Grauverlauf einzufügen. Sicher hat diese Methode ihre Grenzen, aber bislang hat es gereicht. Toll! Zudem habe ich gemerkt, dass malen mit Licht viel einfacher ist, wenn gutes Licht vorhanden ist. Dann muss man auch nicht mehr so viel nacharbeiten. Toll im Quadrat! Gut, mir war das vorher auch schon klar. Aber nach so langer Sonnenabstinenz glaubt man an sowas wie natürliches und schönes Licht beinahe nicht mehr.

bonn am rhein, hier bonn beuel mit blick auf königswinter

Unterm Strich war das für mich ein toller Nachmittag. Die Filter haben sich bewährt, mein Nikkor 16-35 hat sich warmgeschossen und ich habe die Gegend am anderen Rheinufer besser kennengelernt. Weiß eigentlich jemand, was die Zahlen auf den Steinen aus dem obigen Bild bedeuten? Ich fand es interessant, daher die Aufnahme. Übrigens sah es am Rheinufer vor 2 Wochen unlängst anders aus. Damals klebte noch Puderzucker an den Steinen.

der rhein in bonn bei schnee

langzeitbelichtung am rhein

5 Gedanken zu „langzeitbelichtung am rhein

  1. Muss mal Klugschei…

    Das sind die Kilometerangaben („Flusskilometer“) von der Mündung aus hochgezählt. Eine Ausnahme ist der Rhein: Dort wird von Basel aus gezählt. Die Kilometersteine am Ufer zeigen also an, wie viele Kilometer es bis Basel sind. Der Rhein ist staatsrechtlich ein internationales Gewässer und hat deshalb eine besondere Regelung.

Kommentar verfassen