tamron_18mm

telestrecke 18-270mm

Die erste Aufgabe im sog. Tamron Extreme Test besteht nun darin, eine Telestrecke mit dem Objektiv zu machen. Irgendwie soll ein “Aha – toller Zoom”-Effekt entstehen und so habe ich mein Glück am Wochenende versucht. Mindestens ein 18mm und ein 270mm Foto mussten dabei entstehen. Der Bildausschnitt sollte sich, wenn möglich, nicht verändern, aber kleine Anpassungen habe ich dennoch vorgenommen, um kompositorisch nicht so in der Luft zu hängen. Ein Problem, was bei so einer Fotostrecke und relativ windigen Bedingungen auftritt, ist folgendes: Ständig ändern sich die Lichtverhältnisse und somit auch der auszuwählende Weißabgleich. In der Nachbearbeitung sieht man dann den Salat: Jedes Bild sieht irgendwie farblich und von der Belichtung inkl. aller Kontraste völlig anders aus, was natürlich auch aus dem Brennweitenunterschied rührt. Dennoch hat die Aufgabe Spaß gemacht. Ich konnte es mir dennoch nicht verkneifen, beim Weitwinkelfoto einen ND-Filter aufzusetzen. Daher ist die Bildwirkung verglichen zu den anderen vier Fotografien eine völlig andere, und meines Erachtens eine wesentlich bessere. Aber das ist Geschmackssache! Bei größeren Brennweiten wäre interessant gewesen, ob Vignettierung trotz ND-Filter ein Problem gewesen wäre. Allerdings wären mir die meisten Bilder durch die längere Belichtungszeit und der höheren Brennweite vermutlich verwackelt – es war zu windig.


Brennweite: 18mm


Brennweite: 32mm

Der nun mehr zweite Eindruck bleibt positiv. Ich habe hier mit mittlerer Blende (f/9,0) gearbeitet und empfinde die Bilder als ausreichend scharf. Beim 18mm-Bild habe ich dann sogar f/22 genommen und damit gerechnet, durch die Beugungsunschärfe totalen Matsch bei diesem Super-Zoom zu erhalten. Irrtum! Viel besser, als erwartet. Klar, ein wenig hab ich nachgeschärft. Aber glaubt mir, wenn ich sage, dass das nur Routine war und nicht unbedingt nötig gewesen wäre.


Brennweite: 70mm


Brennweite: 185mm


Brennweite: 270mm

Jetzt bin ich auf eure Meinung gespannt. Erlebt ihr hier tatsächlich einen kleinen “Aha-Moment”, wenn ihr bedenkt, dass ein einziges Objektiv für diesen Zoom-Bereich verantwortlich ist und das, offensichtlich, auch noch in guter optischer Qualität?

Categories: bonn, landschaft

7 Kommentare

  • Henning

    Glückwunsch erstmal zum neuen Objektiv… was die Aufgabe angeht, find ich die Landschaft auch ganz nett. Besonders das 18mm- (mit Ausnahme des Schildständers) und 70mm-Bild find ich gut gelungen. Allerdings stellt sich der Aha-Effekt auch bei mir nicht so richtig ein. Wobei mir der Sprung von der 70mm- auf die 185mm-Einstellung durch das rote “Etwas” im unteren Bildabschnitt doch ein kleines Aha-Erlebnis brachte. Im 70er-Bild ist’s mir gar nicht so aufgefallen. Ich frag mich was das ist, denk mir das es mir nicht besonders gefällt oder vllt doch (aber eher nicht ;), was mich insgesamt vom Hauptmotiv ablenkt. Vllt wäre sowas auch für die letzte Zoomvariante zu finden mit welchem Motiv auch immer, was den Betrachter zum Nachdenken verleitet. Muss es denn eine Landschaftsaufnahme werden oder gibt es freie Wahl des Motivs?

    • Tafelzwerk

      Danke für dein Feedback, Henning!

      Der Schildständer war mir auch erst ein Dorn im Auge, aber im Endeffekt ist er da und man muss die Sache positiv sehen – immerhin gibt es auch im Vordergrund was zu entdecken. :D

      Das rote Etwas musste ich erst mal suchen, aber jetzt weiß ich, was du meinst. Das wäre allg. eine gute Idee gewesen, einfach dorthin zu zoomen. Wäre wohl mehr “Aha” gewesen. Aber genau genommen hab ich schon gegen die Auflagen verstoßen und beim ersten und letzten Bild leicht verschwenkt. Vielleicht schaffe ich das am Freitag ja, da Teil mal zu fotografieren und ändere dann das letzte Bild gegen eine Aufnahme davon. Gute Idee, danke! Die rote Stahlkonstruktion ist übrigens irgendein Kunstwerk, ich kann dir aber leider nicht mehr sagen, für was es steht. Schon wieder vergessen.

      Und es gilt freie Wahl des Motivs, also wenn du eine gute Idee hast, dann ruhig her damit! Ich werde die nächste Aufgabe auf jeden Fall eher posten, da ja hier kreative Köpfe mitlesen, die scheinbar gute Ideen haben. :)

    • Henning

      Du kannst ja schon die Anfangseinstellung auf das Kunstwerk ausrichten. Der Betrachter denkt, er bekommt den Post Tower näher zu Gesicht, merkt aber mit der Zeit, dass der Fokus immer weiter davon abschweift. Wahrscheinlich wird er in diesem Motiv schnell darauf kommen, worauf der Fokus fällt, aber vllt kann man das auch überraschender gestalten.
      Motive in Bonn kann ich dir natürlich schlecht vorschlagen. Aber hier in Berlin dachte ich z.B. an das Brandenburger Tor, durch das du im Enddefekt durchzoomst und dann bspw. Vanessa als Clown verkleidet siehst ;) oder einen dieser Pantomine-Menschen (falls die mitmachen und in deine Kamera schauen) oder du guckst in die andere Richtung und hast die Siegessäule nach dem durchzoomen im Bild (könnte allerdings wieder zu offensichtlich sein).

      Das wäre jetzt ne spontane Idee, vllt inspirierts ein wenig :D

  • Manfred Fliegert

    Hallo Tafel, Telestrecke ist Dir doch gelungen.
    Mit dem 18-270mm bist du doch gut ans Objekt gekommen, natürlich möchte man es immer besser machen!
    Bin mal auf die nächste Aufgabe gespannt, die Du mit dem Objektiv bewältigen musst.

    Gruß Manfred

  • Vanni

    Ich war ja live dabei. An sich finde ich das Motiv echt schön. Aber wie bereits erwähnt, fehlt mir auch der Aha-Effekt.. Ich denke mal, dass das eben nicht so einfach ist. Demnächst hänge ich einfach an der Scheibe des DHL Towers und putze ;) Dann hast du deinen Aha-Effekt! :)

  • Claudia

    hallo und guten morgen, deine Bilder sind schön geworden und ich finde deine Fotostrecke schön denn es ist ja mit dem Objektiv faszinierend wie weit und wie nah man an ein Objekt rankommt, aber der Ahaeffekt ist für mich nicht ganz gegeben. Vielleicht sehe ich das anderes????. Ein Ahaeffekt für mich ist wenn ich bei den ersten vier Bildern nicht ahnen kann was mich auf Bild 5 besonderes erwartet

    Herzliche Grüße Claudia (die diesen Ahaeffekt für meine Meinung nach auch nicht getroffen hat)

    • Tafelzwerk

      Hi Claudia, danke für deine Antwort. Der richtige Aha-Effekt fehlt in der Tat. Aber dank der doch recht starren Restriktionen ist dieser nur schwer, aber nicht unmöglich, zu erreichen. So richtig Aha geht wohl, wann man mit Schärfentiefe arbeitet, denke ich. Aber das ist bei der Landschaftsaufnahme doch etwas Tricky. :)

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