Funkstille

Geschrieben von Tafelzwerk am 30. Juni 2010
Veröffentlicht in alltag, arbeit, freizeit, sport | 1 Kommentar »

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Sunset over Stuttgart

Sunset

Lange Zeit war Funkstille um Tafelzwerks Blog und nun ist die Zeit reif, einen neuen Blogeintrag zu verfassen und die Welt auf dem Laufenden zu halten. Diesmal schreibe ich über kein spezielles Thema, sondern widme mich vielmehr den aktuellen Geschehnissen in meinem Leben – da davon zuletzt nicht viel zu hören war. Und dann gibt es auch gleich die Begründung, warum Vanni zuletzt auch keine Zeit hatte, einen Eintrag zu verfassen.

Bei mir beginnt mehr oder weniger der Schlussspurt im vierten Semester an der Uni in Stuttgart. Das ist toll, doch allerdings heißt das auch, dass demnächst Klausuren anstehen. Und davon nicht gerade wenig. Erst danach beginnt die etwas entspanntere Zeit um meinen nächsten Praxiseinsatz. Es hat etwas gedauert und es war auch viel Kämpferei nötig, aber ich werde einen gewissen Anteil meines Praktikums wieder in Berlin verbringen. Etwas Überzeugungsarbeit und Glück spielten dabei eine Rolle – und ich konnte zum ersten Mal von vorherigen Praxiseinsätzen profitieren, indem meine damalige Chefin für mich ein gutes Wort einlegte. So arbeite ich diesem Sommer und Herbst im Vertrieb für WebSphere und werde mich dort mit dem Alltagsgeschäft befassen. Ich bin gespannt, wie es wird. Nebenbei darf ich dann noch meine Projektarbeit schreiben – abwarten, wie ich das alles unter einen Hut bekomme.

Vanni ist momentan auch mit ihrem Kopf beim Praktikum. Und zwar bei ihrem eigenen. Sie absolviert dieser Tage ihr Schulpraktikum in der Kita Rabennest in Marzahn-Hellersdorf, von dem sie sicherlich auch berichten wird, und ist nach der Kinderbetreuung zu geschafft, um die Blogosphäre mit neuen Einträgen zu füttern. Nebenbei steckt sie noch voll in der Vorbereitung für ihr Quiz auf dem Sartre Hoffest, was direkt nach dem Praktikum stattfindet. Aber mal ehrlich: So ein Leben hätte ich auch gerne wieder! Aber wie bei so vielen habe ich meinen Eltern damals auch nicht geglaubt, dass ich meine Zeit an der Schule genießen sollte, da die Arbeitswelt viel härter ist. Das jetzt am eigenen Leib zu spüren, hat schon etwas für sich.

Grandpa, look!

Grandpa, look!

Etwas für sich hat natürlich auch die Leistung der Deutschen Nationalmannschaft in der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Nun sind sie im Viertelfinale und ich weiß, dass ich mich unpopulär mache, indem ich behaupte, dass sie nun scheitern werden. Aber das liegt in der Natur der Sache – gegen Argentinien wird es einfach schwer und bis ins Viertelfinale zu kommen hätte ich nicht unbedingt vor der WM erwartet. Also ein bisher eh schon tolles Ergebnis. Diese WM ist in meinen Augen sowieso keine besonders sehenswerte – viele schlechte Spiele, keine berauschende Schiedsrichterleistung und viele Top-Teams haben sich frühzeitig für einen Rückflug entschieden, um rechtzeitig bei den Spielerfrauen zu sein. Das nenne ich Priorisierung! Hoffen wir auf spannende letzte Spiele und das die Euphorie danach endlich wieder ein Ende nimmt.

Is he using a crutch?

Is he using a crutch?

Ganz entspannt und weit weg von jeglicher Euphorie war ich am letzten Wochenende. Ich war wieder mal im Kurort Buckow – um genau zu sein in Bollersdorf – und habe mich etwas am Schermützelsee entspannt. Etwas baden gehen, etwas Minigolf spielen. Vanni und Thomasz hatten sicherlich auch ihren Spaß. Manchmal ist es abseits jeglicher Großstadt auch ganz schön. Mal braucht der Mensch vermutlich einfach ein wenig Ruhe und Abstand zu dem ganzen Trubel um wieder in normale Bahnen zu gelangen. Umso mehr freue ich mich eigentlich schon auf meinen Urlaub auf Kreta. Zwar ist dieser leider ohne Vanni, da ich sie erst nach der Buchung kennengelernt habe, aber dadurch lasse ich mir ausnahmsweise nicht die Reise vermiesen. Wäre zwar schöner, sie dabei zu haben, aber was nicht änderbar ist, kann man eben nicht ändern. Vielleicht geht es deshalb in der letzten Woche im Juli mit Vanni zur Ostsee. Das hängt aber leider von externen Faktoren ab – wie zum Beispiel der Zahlungsbereitschaft der Familienkasse, die noch immer meinen Kindergeldantrag innehält.

Um allerdings jeglichen Geldsorgen aus dem Weg zu gehen, habe ich mich ja schon vor einiger Zeit entschieden, nur noch per Mitfahrgelegenheit nach Berlin zu fahren. Das klappt auch wirklich super – aber Ausnahmen bestätigen die Regeln. Und so habe ich am letzten Sonntag ein Erlebnis der besonderen Art mitmachen dürfen. Da versetzte mich nämlich mein Fahrer in Ludwigsfelde und legte dann am Telefon einfach auf. Auf Rückruf würgte er mich nur ab, sodass ich am Ende etwas doof aus der Wäsche schaute. Schwarze Schafe gibt es wohl überall, aber ich warne pauschal vor Robert Winkel aus Ludwigsfelde, den es anscheinend sehr erfreut, Menschen blöd am Bahnhof in Ludwigsfelde stehen zu lassen. Glücklicherweise brachte mir meine Chefin Verständnis entgegen, sodass ich den fehlenden Montag nur als Urlaubstag eintragen musste …

1 Kommentar zu „Funkstille“

  1. "Ansche" sagt:

    ja das praktikum. da hast du recht. ich bin auch jeden tag völlig fertig und müde von der arbeit gekommen, aber es hat riesigen spaß gemacht!!! einige kinder vermiss ich jetzt schon und die betreuerinnen.
    ja, es wäre wirklich schön, wenn die fussballspiele besser laufen würden!
    aber wir werden ja morgen sehen, wie sich deutschland gegen argentinien schlägt XD

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