Heute werde ich euch etwas hinter die Kulissen von Tafelzwerks Blog in Sachen Bildbearbeitung führen. Am 08.06.2010 ist Adobes Lightroom in der Version 3 erschienen und das bereitet mir aktuell ziemlich viel Freude. Ich habe mir also gleich die Testversion geladen und bin gerade in der anfänglichen Experimentierphase. Zuvor habe ich meine Bilder immer mit Adobes Photoshop bearbeitet und Bilder immer aus einer normalen Ordnerstruktur organisiert – dass wird sich aber demnächst etwas ändern.
Ich möchte keine Werbung machen, aber ich bin durchaus von den technischen Möglichkeiten der Bildbearbeitung in all seiner Einfachheit begeistert und kann das jedem ans Herz legem. Ich habe durchaus schon von anderen Tools wie Apples Aperture gehört, habe diese aber noch nie getestet. Wer also Alternativen für Windows kennt, kann diese gerne in den Kommentarbereich schreiben – vermutlich werde ich die vorgeschlagenen Programme auch antesten.
Was ist Lightroom nun also? Für meinen Anwendungszweck beschrieben ist Lightroom ein Programm zum Verwalten, Optimieren und anschließendem Veröffentlichen von Bildern. Und warum sollte man Lightroom verwenden, wenn Photoshop so toll ist? Vor allem ist Lightroom viel billiger. Das hängt natürlich auch mit dem reduzierten Funktionsumfang zusammen – aber das sollte okay sein, denn normaler Fotografen benötigen meistens keine höchst manipulativen Werkzeuge und somit ist ein zu großer Funktionsumfang zum schnellen Bearbeiten eher hinderlich als effizient. Photoshop kostet ungefähr 1400 € und Lightroom ca. 300 €. Beides heftig, wobei Lightroom da deutlich angenehmer im Geldbeutel ist.
Da ich leider keinen direkten Vergleich zu den Vorgängern habe, kann ich kaum aufzeigen, welche Neuheiten es gibt. Die sind auch leicht auf der Seite von Adobe nachzulesen. Ich werde jedoch schreiben, was mich an Lightroom so fasziniert und weshalb ich es in Zukunft einsetzen werde.
Nicht desktruktiv
Bildverwaltungsprogramme wie Lightroom oder Windows Live Photo Gallery verwalten Fotos nicht destruktiv. Vermutlich hat jeder Hobbybildbearbeiter schon einmal den Fehler gemacht, ein Bild zu verändern und es unabsichtlich zu speichern und es am Ende endgültig zu versauen, weil man eine ungewollte Aktion nicht mehr rückgängig machen kann. Sowas ist ärgerlich und von daher ist es lobenswert, dass es Programme gibt, die Fotos eben nicht destruktiv bearbeiten. Das heißt einfach nur, dass ein Bild bearbeitet wird und, um es leihenhaft auszudrücken, nur die Änderungen an dem Bild separat abgespeichert werden. So bleibt das Original erhalten und Änderungen können jederzeit rückgängig gemacht werden. Prima Sache für mich!
Rauschreduzierung
Das neue Camera Raw aus Photoshop CS5 und Lightroom 3 bieten eine verbesserter Rauschreduzierung. Obwohl die heutige Welt der digitalen Spiegelreflexkameras selbst bei hohen ISO-Werten noch akzeptable Bildergebnisse liefern, bin ich mit dem Rauschverhalten meiner Nikon D3000 unzufrieden. Besonders Bilder ab ISO 800 sind schon nicht mehr schön anzusehen. Es gibt im Internet viele Tutorials, die erklären, wie man das Rauschen im Bilde verringern kann – wem das zu kompliziert war oder ist, kann das jetzt über diesen alternativen Weg wesentlich schneller machen. Ob auch besser, kann ich nicht beschreiben. Ich habe es sofort anhand eines Bildes mit ISO 3200 getestet. Im Grunde ist das Bild im Original fast schon unbrauchbar und extrem vom Rauschen entstellt. Mit 10 Minuten Arbeit ist schon ein deutlich besseres Ergebnis zu erzielen. Ein Beispiel anhand des Fotos von dem Clownfisch aus dem Sea Life Berlin kann man sich hier ebenfalls machen. Allerdings ist bei diesem Bild die Differenz nicht so groß, weil ich das Bild skaliert habe und das Rauschen dadurch etwas verringert wurde. Außerdem habe ich das Bild Monate davor schon bearbeitet und leider abgespeichert (siehe Punkt desktruktives Bearbeiten) und deshalb ist es nicht mal das ursprüngliche Foto.
Objektiv-/Linsenkorrektur
Diese Funktion war schon in Photoshop CS4 enthalten, bestimmt auch schon in früheren Versionen; in Photoshop CS5 wurde sie durch Kamera- und Objektivprofile erweitert und nun tadellos in Lightroom 3 implementiert. Ein Grund weniger, Photoshop zum Korrigieren der Perspektive zu bemühen. Ein toller Schritt. Vor allem ist dieser Schritt wirklich sinnvoll und eine Objektivkorrektur wirklich unerlässlich, wenn man auf Architekturfotografie setzt. So hat nicht jeder Fotograf Tilt-und-Shift-Objektive und oftmals ist auch gar nicht ausreichend Platz vor dem architektonischen Gebäude vorhanden, um seine Kamera so zu positionieren, dass einstürzende Linien vermieden werden können. Die Verwendung der Korrektur mit Hilfe von Schiebereglern ist sehr leicht und intuitiv und regt zum Spielen an. Ein von mir bearbeitetes Foto vom DB – Tower am Potsdamer Platz in Berlin, welches im Winter von mir aufgenommen wurde zeigt ein mögliches Resultat.
Wasserzeichen oder Signaturen
Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass es jetzt nicht mehr umständlich ist, selbst erstellte Wasserzeichen bzw. Signaturen in ein Bild einzufügen. In Lightroom 2 wurde dies nur mit umständlichen Workarounds realisiert und mittlerweile ist die Funktion bei der Exportmöglichkeit der Bilder integriert. Somit kann man ohne Umstände gespeicherte Signaturen für jedes Bild und jeden Export verwenden. Das werde ich demnächst auch weiterhin so halten; ob Schriften oder Bilder, beides ist einfügbar. Selbst mit transparenten PNGs kann das Programm umgehen, was sicher auch nicht immer selbstverständlich war. So befindet sich in jedem Bild eine kleine Werbung für Tafelzwerk.de und macht die Seite hoffentlich etwas bekannter.
Lightroom 3 arbeitet in perfekter Ergänzung mit Photoshop und so sind Bilder einfach zu transferieren. Insgesamt ist das sehr lobenswert, wenn einem der komplette Funktionsumfang von Adobes Software zur Verfügung steht. Von mir bekommt die Kombination eine glatte Weiterempfehlung; und nicht zuletzt deswegen, weil Photoshop CS5 und Lightroom 3 endlich 64-Bit ausnutzen und es nicht mehr nur unterstützen!























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Jepp..
die Version 3 von Lightroom gibt es bei Unimall.de sogar schon ab 79 Euro für Studenten.
Ein Schnäppchen quasi
schnäppchen, quasi.XD für studenten, ich bin noch keine Studentin, noch nicht, aber bald.
so ein photoshop wünscht sich mein bruder bestimmt auch, aber is uns zu teuer!
Guter Einblick! Und wenn man bedenkt, dass die Studenten-Version gerade mal 99 Euro kostet, sollte man sich die Investition gleich zweimal überlegen. Es lohnt sich! Photoshop benutze ich kaum mehr…