It’s Vi-Va-Vanni-Time! Teil 1

by Tafelzwerk

Ich sitze hier auf meinem Bett mit meinem Hasen, eingemurmelt in einer gelben flauschigen Kuscheldecke und lasse gerade die vergangenen zwei Wochen Revue passieren. Ich bin nicht gerade der Blitzchecker auf diesem Planeten, aber ich kann gerade noch so zurückdenken, was in den vergangenen 14 Tagen passierte.

Teil 1: Das Wochenendende am 21. – 23. Mai

Samstag war der absolute Spaziermarathon. Vom S – Bahnhof Tiergarten liefen wir bis zum Alexanderplatz! Meine Güte, das waren meine Füße gar nicht mehr gewöhnt. Aber ich muss sagen, dass es sich gelohnt hat. Im Tiergarten sind Sprungbilder entstanden, die ich wahnsinnig genial finde und ewig lange Gespräche, die wahnsinnig gut taten, gab es auch genügend.

Auf dem Weg zum Alexanderplatz fanden wir auch so einige versteckte Gebäude mit einem wunderschönen Vorgarten, in dem das Gras in einem wundervollen grün erleuchtete. Das hat sich für ein super „Liegebild“ im Gras angeboten und da haben wir auch nicht lange gefackelt. Ab mit der kleinen Vanni ins Grün und Augen zugemacht. Ein Knipser hier und einen Knipser dort und schon sind traumhafte Bilder entstanden.

Einige Tage zuvor schlug man mir noch vor zum Karneval der Kulturen zu watscheln. Aber nicht allein, das ist natürlich klar. Geplant war, dass Freunde von mir mitkommen sollten, nur zu schade, als dann die Absagen reingeflattert kamen. Hey, das hörte sich wieder nach einem Wochenende zu zweit an. Aber so sollte es schlussendlich doch nicht kommen, da Tafelzwerk seinen Kumpanen Henning mitbrachte und wir uns somit den Umzug zu dritt ansehen konnten. Das war natürlich eine Freude für mich, dass mir der Tafelzwerk alle seine Freunde vor die Nase packt, damit ich sie kennenlerne. Und nie hätte ich gedacht, dass ich mich zwischen den großen „Männern“ wohlfühle, da ich ja noch eine „kleine“ – im wahrsten Sinne des Wortes – bin.

Na ja gut, am Sonntag, gegen Mittag, ging es los. Tafelzwerk und ich stiegen ins Auto, fuhren los und holten Henning, so wie es abgesprochen war, ab – mit 5 Minuten Verspätung. Es waren ja Gott sei Dank nur 5 Minuten. Hätten wir nur eine Minute länger gebraucht, wäre das vielleicht der Weltuntergang gewesen. Nun gut, wir gegen 13 Uhr vom Hermannplatz , wo dann auch in etwa der Umzug anfing, die geplante Strecke entlang. Einen Platz zum Zuschauen ist am Anfang gar nicht in die Tüte gekommen. Jeder drängelte wie selbstverständlich, denn wer will denn keine halbnackten Frauen tanzen sehen?! Ich musste sie jedenfalls nicht sehen!

Außerdem bin ich mit 1,60m nicht die Größte und Gedrängel mag ich schon gar nicht. Was die aber auch alle da gedrängelt haben – meine Güte, taten mir die kleinen Kinder leid, die dort in dem Gequetsche mitgeschleppt wurden. Nach längerem Laufen fanden auch wir endlich einen geeigneten und schattigen Platz am Straßenrand und konnten uns ganz bequem einige Kulturen ansehen. Die Polnischen Hühner begeisterten uns drei irgendwie sehr. Ein Festwagen, verkleidet als Huhn/Hahn und Personen, die sich als Federviecher verkleidet haben, tanzten vor dem Wagen her und das beste saß ganz oben auf dem Hahn – der Mann, der wirklich wie ein Hühnchen gegackert hat – wahnsinn!

Nach ein paar Fotos watschelten wir weiter zu einzelnen Perückenständen, wo sich Henning als Bob Marley versuchte und ich als eine einfache bekloppte Brasilianerin. Zwischendurch fanden wir noch einen Stand, an dem ich mir einen Heliumballon besorgte und ihn an mir befestigte, damit man mich in der Menschenmenge nicht so leicht verliert. Nach langem Laufen und Früchte naschen fuhren wir gegen 17 Uhr wieder nach Hause. Ich, oder viel mehr wir, waren platt und wollten so ziemlich nur noch ins Bett. Ich bekam jedoch davor noch eine Massage geschenkt.

Am Montag hieß es dann wirklich nur noch ausschlafen und einfach mal entspannen. Wir hatten diesmal auch keine Meinung etwas zu machen, stattdessen beschlossen wir einfach mal zu „gammeln“. Wir haben Fernseh geguckt, Snowboard Kids und Abe’s Exoduss gespielt.

Der Dienstag war nicht mehr von besonderer Bedeutung, er verging schnell und leider musste ich auch an dem Tag wieder für die nächsten Tage Abschied nehmen. Aber ich  wusste, dass wenn ich wieder nach Hause komme, immer einer für da ist – Kaninchen Stupsi. Klingt seltsam, aber sie ist wie ein Hund, kommt kuscheln, spielt mit einem oder kann auch mal echt zickig sein. Aber sie ist da und weiß, wann es mir mal gut oder schlecht geht. Also waren die Tage Samstag und Sonntag das Highlight an diesem Wochenende!