Und es plätschert vor sich daher

by Tafelzwerk

Under the umbrella II

Unterm Regenschirm

Der private Teil

Damit ist nicht zwangsläufig das Wetter gemeint. Auch das Leben. Momentan scheint sich dieses in einer Art Strudel zu befinden – und was haben viele Strudel so an sich? Sie gehen abwärts. Auf der Südhalbkugel zwar in eine andere Richtung als auf der Nordhalbkugel, aber ein Strudel muss sich dem anderen ja nicht bis aufs kleinste Detail ähneln.

Wie Vanni bereits beschrieb, befinden wir uns in einer Phase, in der sich das Leben nicht gerade anstrengt, uns beiden eine schöne Zeit zu machen. Und das passiert bei mir zumindest seit dem 02. Mai und nimmt kein Ende. Also kann es sich faktisch nicht um einen Apfelstrudel handeln, da der bekanntlich nach 5 Minuten seine Existenz auf meinem Teller verwirkt hat.

Diashow Werder

Diashow Werder

Wer sich erinnern kann, der weiß, dass ich am 02. Mai eine kleine Reifenpanne mit einem Mietwagen hatte. Dem einher, allerdings von Publikation verschont, ging die vorherige Geschwindigkeitsüberschreitung am Hermsdorfer Kreuz meinerseits. Vermutlich war die Reifenpanne ein Racheakt dieser böswilligen Blitzkästen. Da rollt man schon aus, und wird trotzdem bei erlaubten 100 km/h mit ca. 125 km/h geblitzt. Okay, meinen genauen Wert kenne ich noch nicht, aber den werde ich sicherlich bald erfahren. übrigens hab ich die geschätzte Kulanz schon abgezogen und so ganz sicher, wie schnell ich war, bin ich mir nicht. Das heißt im Grunde aber nur eines: Vermutlich war ich mehr als 21 km/h zu schnell, was auf Behördenchinesisch heißt, dass ich 1 – 3 Punkte in Flensburg bekomme. Je nach Geschwindigkeit. Okay, die Punkte und das Bußgeld sind ja noch nicht das wirkliche Problem, denn erschwerend kommt hinzu, dass ich mich noch in der Probezeit befinde und diese somit verdoppelt wird. Okay, im Notfall auch noch zu verkraften, wäre da nicht dieses Aufbaupflichtseminar, was man nach einer solchen Aktion absolvieren muss. Da fährt man ganz entspannt mit dem Auto nichtsahnend in Richtung Stuttgart und da erwischt es einen mit der vollen Breitseite. Ein Aufbauseminar kostet im Schnitt 250 Euro und erfreut meinen so prall gefüllten Geldbeutel. Der einzige Wermutstropfen: Ich hab meinen Urlaub in Kreta nur für 7 statt für 11 Tage gebucht. Das schont diesen besagten Beutel wieder etwas.

Karneval

Diashow Karneval

Der 02. Mai ging dann ja feuchtfröhlich weiter, als ich meinen Briefkasten öffnete und 3 Briefe der Kanzlei Rasch vorfand, die mich wegen der unerlaubten Verwendung geschützter Tonaufnahmen belangen wollten. Na ja, immerhin hab ich diese Woche die Aktion mit meinem Anwalt geklärt, so dass ich hoffe, dass demnächst kein Nachspiel mehr auf mich zukommt. In meiner jetzigen Glückssträhne kann ich es mir aber irgendwie nicht vorstellen. Der Anwalt kostet übrigens ebenfalls 250 Euro, diesmal zuzüglich Steuern. Da sollte mal jemand das Kartellamt bezüglich der Preisabsprachen zwischen Anwälten und Polizeibehörden einschalten.

Am letzten Wochenende ging dann meine mittlerweile notorische Glückssträhne weiter, als es für mich hieß, mir zwei neue Mitfahrgelegenheiten zu suchen. Mein Fahrer von Stuttgart nach Berlin war ein ganz sympathischer Türke, der auf der Autobahn anscheinend nur 100 – 110 km/h fahren konnte. Immerhin war er irgendwann so müde, dass er mich fahren ließ. Er erwähnte nur, dass ich nicht schneller als 140 km/h fahren sollte, da er schon 13 Punkte in Flensburg hat. Na ja, wenn es einem da nicht kalt den Rücken runter läuft. Und als er dann noch während der Fahrt im Auto anfing zu rauchen, war meine Freude besonders groß. Das Maximum an Freude wurde quasi zu dem Zeitpunkt erreicht, als er sich kurzerhand entschloss, mich an völlig ungelegener S-Bahn-Station abzusetzen, so dass ich geschätzte zwei Stunden ab 0 Uhr nach Hause benötigte. Das freute vor allem Vanni, die sich bis kurz vor 2 quälte aber dennoch wach blieb. Danke dafür, Spatz!

Diashow Sea Life

Diashow Sea Life

Als wir dann am Samstag Berlins Unterwelten besichtigen wollten und extra den weiten Weg bis zum S-Gesundbrunnen auf uns genommen haben, wurde wir sogar, wer hätte es für Möglich gehalten, von einem „Der-heutige-Tag-ist-leider-schon-ausgebucht-du-Penner!“-Hinweisschild in Empfang genommen. Hey, prima! Im Internet stand zum Glück geschrieben, dass Tickets nur vor Ort erhältlich sind und nicht vorzubestellen gehen. Na ja, aber das war irgendwie klar.

Am Sonntag kam dann prompt die nächste Hiobsbotschaft, als mich um 15 Uhr die SMS ereilte, dass meine Mitfahrgelegenheit nach Stuttgart wegen einer Autopanne nicht fahren kann. Einen Moment lang hab ich wirklich mit dem Gedanken gespielt, doch einfach zu Hause zu bleiben. Mein Gott … so viel Glück muss man erst mal haben. Glücklicherweise habe ich dann noch schnell einen Ersatz gefunden – um Haaresbreite!

Um dann in die nächste Woche einen guten Start zu haben, dachte ich mir, dass ich mit Flinkster eine günstige Mietwagenalternative fürs Einkaufen in Stuttgart gefunden habe. Flinkster ist leider nur in Köln und Stuttgart erhältlich, aber für Studenten eine prima Alternative. Ich stelle kurz vor: Ein Mietwagen für 1,50 € die Stunde ohne Spritkosten oder sonstigen Pauschalen. Also perfekt, um mal eben schnell einzukaufen ohne sich dabei irgendwelche Körperteile kaputt zu rammeln. Ich hab mich also gleich am Montag angemeldet und stand schon am Schalter der Deutschen Bahn, als mir ein freundlicher Mitarbeiter nur noch sagte, dass irgendwelche Daten nicht mit den SCHUFA-Daten übereinstimmen würden und deshalb eine überprüfung unmöglich sei. Ich denen also schnell andere Daten vor mir zugesandt und bis heute kam keine Antwort. Lief also auch wieder rosig.

Diashow Rom

Diashow Rom

Zusätzlich zu meinem Dilemma, und glaubt mir, ich habe die Kleinigkeiten bisher einfach nur nicht erwähnt, da der Blogeintrag eh schon viel zu lang ist, geht es Vanni in dieser Woche gar nicht gut. Meine Herzensdame ist ganz allein und liegt mit ihrer besten Freundin in derselben Klasse etwas im Clinch, was ihr offenbar gar nicht gut bekommt. Ich kann nur hoffen, dass sich die Situation in den nächsten Tagen etwas bessert. Für Vanni, aber auch für mich!

Aber am Freitag fang ich gleich damit an, da dort meine supertolle Mitfahrgelegenheit nach Berlin fährt und ich deshalb schon gegen 23 Uhr bei Vanni sein kann. Und dann stehen schöne und entspannte 4 Tage an; denn zurück geht es für mich erst am Dienstagabend. Vanni muss sogar erst wieder am Freitag in die Schule – so lässt es sich gut leben! Und wir werden am Sonntag den Karneval der Kulturen besuchen; darauf freue ich mich schon eine ganze Weile. Nachdem Vanni meine Kamera nun schon mehrere Wochen in Beschlag genommen hat, freue ich mich darauf, mal wieder selber Fotos zu schießen.

Der Teil mit der Homepage

Diashow London

Diashow London

Gegen Ende des Eintrags möchte ich euch noch kurz auf die änderungen auf der Homepage hinweisen. Ich hatte die Woche wieder etwas Zeit, mich hier zu verwirklichen. Zum einen ist nun der Name des Autoren jedes Blogeintrags auswählbar und führt direkt zur Personenbeschreibung. Damit haben wir auch schon die perfekte überleitung zur nächsten änderung. Der Punkt „über mich“ wurde durch „über uns“ ersetzt und enthält nun zwei Unterseiten – eine für Vanni und eine für mich. Außerdem wurde die Seite der „Aktivitäten“ überarbeitet. Es kamen zudem neue dazu, allerdings sind das meistens nur Auffrischungen zu Blogeinträgen, damit man schnell sieht, was alles gemacht wurde. Ein neues Banner gibt es übrigens auch – ich hoffe doch, es gefällt euch. Es wurde aus meinem Panoramafoto vom Berliner Regierungsviertel erstellt. Und die letzte änderung hat etwas mit Microsoft und Windows Live beziehungsweise dem „SkyDrive“ zu tun. Nun gibt es, statt Galerien auf Picasa, Diashows auf dem „SkyDrive“. Manche Diashows sind unter „Aktivitäten“ zu finden und die restlichen, quasi alle Diashows, sind in der Sidebar unter „Diashow“ zu finden. Einfach anklicken, macht eine Menge Spaß! Deshalb auch die Bilder in diesem Bericht, einfach nur, um euch zu zeigen, wie toll ich „SkyDrive“ finde. So viel von meiner Seite; ich hoffe, ihr seid nicht des Lesens müde geworden. Wer jetzt allerdings schnell müde werden sollte ist meine Wenigkeit, da mich Vanni morgen sonst tötet, wenn sie liest, wie spät es schon wieder wurde. Haben wir beide uns doch erst vor Kurzem entschlossen, die Betten etwas früher als sonst aufzusuchen …