Winterurlaub im Stubaital
by Tafelzwerk
Nach letztjähriger Skiurlaubspause ging es dieses Jahr wieder in den kühleren Süden; zumindest ist er im Winter ziemlich kühl und sogar schneebehangen. Da wir in diesem Winter sowieso des Glückes holde waren, des öfteren eiskalten Schnee vom Himmel zu fangen – und das sogar in Berlin und ich möchte sogar von einem Winterchaos sprechen – standen die Chancen auf ein blitzeblank weißes Skigebiet sehr gut. Und so ging es ins Stubaital zum Stubaier Gletscher.
Gletscher sind außergewöhnliche Naturphänomene. Zum einen sind sie unheimlich groß – und zum anderen eigentlich ganzjährig weiß. Okay, ich gebe zu, dass ersteres das zweite impliziert. So hat so ein Gletscher aber auch den Nachteil, dass es ziemlich trist aussieht. So war die Suche nach Bäumen vergebens, an denen man einen gelben Schneeengel zeichnen können.
Nein, vielmehr war es unser Ziel, bei schönen Abfahrten mit einem gekonnten Carvingschwung die Hügel hinunter zu fahren. Bei eisigen -20° C und enormen Windböhen machte das zwar nur bedingt nackt Spaß, aber zum Glück hatten wir ja dicke Winterklamotten an. Und wer hätte das gedacht – es gab sogar Heizungen in unserem Hotel, so dass wir uns auch über die Trocknung der nassen Sachen keine Sorgen machen mussten.
Der Trip auf die 3300 m des Gletschers lohnten sich allemal; vor allem, wenn man die lange Talabfahrt gekonnt hinter sich lässt. Dann ist man schon bei gemütlicher Fahrt eine halbe Stunde nonstop unterwegs. Quasi eine Abfahrt für gondelfaule Säcke, wie ich es einer bin.
Ganz zu meiner Zufriedenheit konnte ich sogar meine Kamera mit auf den Gletscher nehmen. Zwar sind meine Hände danach wie Eiszapfen gewesen und die Handschuhe mussten mir angezogen werden, aber es sind nette Panoramafotos entstanden. Und die Kamera ist auch heil geblieben, so dass es ein voller Erfolg war.
Am letzten Tag haben wir dann noch einen Ausflug nach Salzgitter gemacht. Eine Stadt im Tal umkesselt von Bergen. Hach, wie schön. Und viele alte Gebäude gibt es dort auch noch zu sehen. Im Grunde lohnt eine solche Stadt nicht an einem Tag, da wir im Zentrum nur herumgewandert sind ohne uns eine Sehenswürdigkeit zu Gemüte zu führen. Aber es war auch am Tag der Abreise und so mussten wir allerhand Reserven für die Autotour schüren.
Hier der andere Blogeintrag: Wie die Faust aufs Auge: Winterurlaub
