Tafelzwerk und Freunde im Climb Up!*
by Tafelzwerk
Wie einige Leser unlängst bemerkt haben, geschah vor 21 Jahren am 30.07.1988 ein Wunder. Das Wunder der DDR. Das Wunder von Ostberlin Tafelzwerk wurde geboren! Und anlässlich dieses atemberaubenden Events, entschied er sich, diesmal etwas besonderes an seinem Kindergeburtstag zu unternehmen: Topfschlagen und Sandburgen bauen für Fortgeschrittene war leider schon ausgebucht, deshalb entschied er sich für den *Kletterwald in Strausberg.
Am Samstag nach diesem denkwürdigen Tag war es dann endlich so weit. Pünktlich 14:00 Uhr waren die Gäste geladen und okay, ich muss zugeben, dass die Terminsetzung unüberlegt, spontan und überrascht von mir erledigt wurde, sodass uns der Herr an der Kasse bereits 14:30 erwartete. Leider legten zwei Kerle Manieren von manch’ weiblicher Gestalt an den Tag und kamen dermaßen zu spät, dass diese Zeit überhaupt nicht einzuhalten war. Das musste ein Kumpel mit mir leidig feststellen, als wir 14:20 beim Kletterwald anrufen mussten, um unsere Verspätung anzukündigen. Nun gut, die Ausrede mit der ausgefallenen S-Bahn war dabei wirklich realistisch. Dumm nur, wenn man bei der Hinfahrt noch im Stau steht und erst 15:15 anwesend ist. Immerhin bot der Kletterwald eine angenehme Parksituation – obwohl er früher hätte ausgeschildert sein können.
Dort eingetroffen bekamen wir vier zuerst unsere Ausrüstung. Dazu gehörten ein witziger Blauhelm, Handschuhe und ein Klettergürtel plus zwei Karabinerhaken und einer Vorrichtung zum Herunterrutschen eines Drahseils (mir fällt der verdammte Ausdruck gerade nicht ein!). Wie dem auch sei: Wir sahen irre witzig aus. Das ist auch der Grund, weshalb ich die Fotos gemacht habe und selber nie zu sehen bin. Fantastisch.
Beim Hereinspazieren in die Anlage sah ich mir den ersten Parcours an und dachte: Wat is’n dat hier für’n Kinderparcours? Die schwer’n Dinga kommen doch sicha noch da hinten, wa?! Wir also erstmal in aller Entspanntheit zum Instrukteur in Kletterei names Karl. Der zeigte uns in so einem Anfängerparcours, wo der Affe seine Bananen versteckt. Wir befolgten also fleißig seine Anweisungen und gingen fröhlich einher.
Parcours auf Parcours folgten in unserem 2,5 stündigen Tagesablauf, wir hatten wirklich eine menge Spaß. Und das bei den sehr schweren mittelschweren Strecken! Und dann, so etwa 55 Minuten und 23 Sekunden bevor unsere Zeit ablief, entschlossen wir uns dazu, den Extreme Parcours zu absolvieren um uns somit für den Power Parcours zu qualifizieren. Dumm nur, dann zu bemerken, dass dieser anfänglich anmutende Kinderparcours der gottverdammte Extreme Parcours war!
Nicht umsonst stand bei diesem Extreme Parcours sehr schwer als Schwierigkeitsgrad ausgeschildert. Denn wir hatten keine Probleme mit dem Niveau. Ca. 50% von uns entschieden sich frühzeitig dafür, keine Schande zu wählen. Dort auch bekannt als Abkürzung. Die anderen 50%, dazu darf ich mich zählen, waren so bekloppt, einfach loszuklettern. Und mussten dies mit Schmerzen zahlen. Und obwohl wir uns soweit getraut haben, mussten auch wir irgendwann aufgeben. Die Zeit hat gerade für diesen Parcours gereicht, für den schwersten [Parcours] haben wir nicht einmal eine Erlaubnis gehabt. Traurig aber wahr!
Hintergrund dieses Ausflugs war es jedoch, einfach ein bisschen Spaß zu haben – und den hatten wir definitiv! Ob jung oder alt, ob klein oder groß; diese Erfahrung sollte ein jeder gemacht haben! Und für einen anschließenden Besuch bei McDonald’s hat es auch noch gereicht: sportlich aktiv sind wir ja gewesen!





