Realismus in Spielen.
by Tafelzwerk
Heute durfte ich bei Galileo sehen, wie Zocker und die restliche Menschheit gedemütigt wurden.
Da kam Galileo eines Tages auf die Idee, einfach mal reale Sportarten mit virtuellen Sportarten von der Wii Konsole zu vergleichen. Am Anfang hieß es noch, dass Spiele ja immer realistischer werden. Am Ende hat man dann überraschenderweise festgestellt, dass da noch viel Nachholbedarf besteht.
Zu erst wurde Golf miteinander verglichen. Der erste Kandidat trat gegen einen Golflehrer an, der auch gleich mal zeigen durfte, wie er an der Wii versagt. Eigentlich war das keine große überraschung. Dann musste sich der Zockerkandidat wagemutig dem echten Golfschläger stellen. Große Töne wurden gespuckt, die vermuten ließen, dass der Kerl nicht wirklich den Unterschied einer Wii zu einem echten Golfequipment kennt. Natürlich traf er den Ball nicht.
Danach ging es laut Galileo mit Gutiar Hero weiter. Natürlich heißt es Guitar Hero, aber die Redaktion war sich wahrscheinlich zu schade, einfach mal das richtige Produkt zu benennen. Wie auch davor waren beide, der Gitarre spielende Irgendwas und der Gutiar Hero* spielende Geek, sehr zuversichtlich, was ihr können am jeweils anderen Gerät anbelangt. Tja, bis – bis die beiden feststellen mussten, dass sie das jeweils andere nicht können.
Bevor noch so’n Absatz kommt: Bei Tennis war es dasselbe. Nur: Der Tennistrainer hat die versierte Wii-Spielerin geschlagen! Gut, gut war die nicht.
Abschließend musste natürlich noch gesagt werden, dass diese Spiele noch weit von der Realität entfernt sind.
Quatsch ist sowas. Wir reden hier von einer Wii. Wohl die innovativste Konsolenneuerscheinung, die es jemals gab und geben wird, aber trotzdem doch nicht für ihren Realismus beliebt ist, oder betrachte ich das falsch? Welcher schlaue Autor kommt also auf die Idee, Wii-Spiele mit der Realität zu vergleichen? Irgendein Blödkopf, der darauf aus ist, sinnlose Inhalte für eine früher bessere Informationssendung zu erfinden um damit Geld in die Kasse zu bringen.
Wenn Galileo Spiele auf ihren Realismusanteil überprüfen möchte, dann sollen sie doch am Besten Konsolen außen vor lassen. Da wendet man sich doch an PCs, an Simulationen. Ich selber fahre Simulationen an meinem Rechenknecht: GTR2, GTR Evolution, rFactor. Diese haben einen wesentlich höheren Realitätsgrad als Wii-Spiele. Und diese unterstützen Lenkreder mit Feedback und Pedalen.
Erschreckend war für mich jedoch, wie sehr die Wii-Kandidaten doch dachten, dass sie auch in der realen Welt einen Vorteil durch ihr Wii-Geplänkel haben. Fällt es vielen Spielern wirklich so schwer, Computerspiele von der Realität abzugrenzen?